Die neue Illertalbahn

Für das Klima und für die Region

Umweltuntersuchungen sind gestartet

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18.04.2024

Entlang der Illertalbahn laufen bis Ende des Jahres Kartierungsarbeiten zwischen Neu-Ulm und Kempten. Dabei werden die Pflanzen- und Tierwelt eine Vegetationsperiode lang erfasst.

Die Ergebnisse der Datenerfassungen werden zeigen, in welche Lebensräume die Baumaßnahmen und der zukünftige Betrieb eingreifen. Daraus leiten sich Umweltmaßnahmen ab, zum Beispiel, welche Ausgleichsmaßnahmen bereits vor dem Bau umgesetzt und ob bestimmte Tiere umgesiedelt werden müssen.

Umweltexperten beobachten beispielsweise die Reviere von Brutvögeln, Reptilien und Fledermäusen, oder schauen, ob in dem Gebiet geschützte Tierarten leben. Außerdem kann zum Beispiel anhand künstlicher Verstecke abgeschätzt werden, wie viele Tiere sich in einem bestimmten Bereich aufhalten. Dazu werden Bretter als eine Art künstliches Versteck ausgelegt und anhand von Stichproben wird dann kontrolliert und gezählt, welche Tiere sich darunter versteckt haben.

Um die Lebensräume von Tieren zu erfassen und zu dokumentieren, ist die Beobachtung über mehrere Durchgänge und über einen Zeitraum von mehreren Monaten nötig. Experten nennen diesen Prozess, der weit vor dem Baubeginn durchgeführt wird, „Faunistische Kartierung“.

Von den Kartierungen betroffen sind grundsätzlich alle Grundstücke entlang der Illertalbahn. Die Db InfraGO AG bittet daher alle betroffenen Grundstückseigentümer und Pächter, gemäß § 17 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) den Zugang zum jeweiligen Grundstück zu ermöglichen.