Die neue Illertalbahn

Für das Klima und für die Region
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Umweltuntersuchungen sind gestartet

Entlang der Illertalbahn laufen bis Ende des Jahres Kartierungsarbeiten zwischen Neu-Ulm und Kempten. Dabei werden die Pflanzen- und Tierwelt eine Vegetationsperiode lang erfasst.

Die Ergebnisse der Datenerfassungen werden zeigen, in welche Lebensräume die Baumaßnahmen und der zukünftige Betrieb eingreifen. Daraus leiten sich Umweltmaßnahmen ab, zum Beispiel, welche Ausgleichsmaßnahmen bereits vor dem Bau umgesetzt und ob bestimmte Tiere umgesiedelt werden müssen.

Umweltexperten beobachten beispielsweise die Reviere von Brutvögeln, Reptilien und Fledermäusen, oder schauen, ob in dem Gebiet geschützte Tierarten leben. Außerdem kann zum Beispiel anhand künstlicher Verstecke abgeschätzt werden, wie viele Tiere sich in einem bestimmten Bereich aufhalten. Dazu werden Bretter als eine Art künstliches Versteck ausgelegt und anhand von Stichproben wird dann kontrolliert und gezählt, welche Tiere sich darunter versteckt haben.

Um die Lebensräume von Tieren zu erfassen und zu dokumentieren, ist die Beobachtung über mehrere Durchgänge und über einen Zeitraum von mehreren Monaten nötig. Experten nennen diesen Prozess, der weit vor dem Baubeginn durchgeführt wird, „Faunistische Kartierung“.

Von den Kartierungen betroffen sind grundsätzlich alle Grundstücke entlang der Illertalbahn. Die Db InfraGO AG bittet daher alle betroffenen Grundstückseigentümer und Pächter, gemäß § 17 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG) den Zugang zum jeweiligen Grundstück zu ermöglichen.

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Bauarbeiten am Bahnübergang Booser Straße starten im März

Die Arbeiten für eine neue Sicherungsanlage am Bahnübergang Booser Straße bei Fellheim starten planmäßig voraussichtlich in KW 12. Der Bahnübergang wird seit Oktober 2022 manuell durch Sicherungspersonal gesichert, nachdem die Anlage in Folge eines Unfalls massiv beschädigt worden war.

Der Abschluss der Bauarbeiten und damit die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für Ende Juni 2024 vorgesehen. Nach der Wiederherstellung der automatischen Schrankensicherung wird sich die Standzeit für Autos am Bahnübergang wieder auf die ursprüngliche Zeit vor dem Unfall verkürzen.

Während der Bauarbeiten wird es voraussichtlich zu keinen weiteren Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmenden kommen.

Um den Bahnübergang möglichst schnell wieder automatisiert sichern zu können, hatte die DB InfraGO die Planungen aufgeteilt und zunächst die Planung für die neue Schrankenanlage getrennt von der Planung des Geh- und Radweges vorgenommen. Der Ausbau des Geh- und Radweges folgt dann in einem zweiten Schritt bis 2028.

Eine reine Reparatur der Schrankenanlage beziehungsweise ein reiner Austausch der defekten Teile war nicht möglich, da es sich um eine alte Anlage aus den 60er Jahren handelt und es hierfür keine Ersatzteile mehr gibt. Es war also ein Neubau der Schrankenanlage notwendig. Da es sich bei dem Umbau um einen 1:1-Ersatz mit moderner Technik handelt, konnte auf ein Planfeststellungsverfahren verzichtet werden und das Vorhaben somit deutlich schneller in die Bauphase kommen.

Bei den Maßnahmen „Erneuerung Bahnsicherungsanlage“ und „Geh- und Radwegübergang am BÜ Booser Straße“ handelt es sich um separate Projekte – unabhängig vom Ausbau der Illertalbahn, in deren Rahmen weitere Ausbauten stattfinden werden.

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Die Entwurfsplanung kann kommen

Mit der Unterzeichnung des Planungsvertrags für die Illertalbahn kann das Bahnprojekt vorzeitig in die nächste Leistungsphase übergehen.

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, und Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der DB für Bayern, unterzeichneten heute in Ulm den Planungsvertrag für den Ausbau und die Elektrifizierung der Illertalbahn. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung kann das Projekt in die nächste Leistungsphase übergehen.

Der Planungsvertrag sichert die Finanzierung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung in Höhe von rund 41 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern. Bei der Unterzeichnung betonte Klaus-Dieter Josel: „Die Illertalbahn ist aktuell das größte Elektrifizierungsprojekt der Bahn in Bayerisch-Schwaben. Mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der Strecke schaffen wir eine umweltfreundliche Verkehrsader mit großem Mehrwert für die Menschen in der Region.“

Derzeit arbeitet das Projektteam daran, die Vorplanung abzuschließen. In den nächsten Wochen und Monaten soll der aktuelle Planungsstand in den Kommunen entlang der Strecke vorgestellt werden.

Der Start der Entwurfsplanung ist eigentlich für Anfang 2025 vorgesehen. Durch die frühzeitige Unterzeichnung des Planungsvertrags können nun aber schon vorzeitig einige Arbeiten angepackt werden. „Wir können jetzt Vermessungen vorziehen, die sich aus den Machbarkeiten zur Vorzugsvariante in der Vorplanung ergeben und die für die Entwurfsplanung relevant sind. Zudem können wir dort, wo laut Vorplanung Ersatzbauwerke vorgesehen sind, bereits Bauwerkserkundungen durchführen. Auch werden wir jetzt bereits die Umweltplanung in BIM für die Entwurfsplanung vertiefen“, so Projektleiter Tobias Liebl.

Im Anschluss an die nicht-öffentliche Sitzung des Lenkungskreises Brenzbahn/ Regio-S-Bahn Donau-Iller unterschrieben der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter und Klaus-Dieter Josel öffentlichkeitswirksam den Planungsvertrag für die Illertalbahn.

Klaus-Dieter Josel mit Projektleiter Tobias Liebl bei der Unterzeichnung des Planungsvertrags in Ulm.

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Das war das Strecken-Jubiläum Senden-Weißenhorn

Am 2. Adventssonntag haben wir gemeinsam mit unseren Kollegen vom Bahnprojekt Ulm-Augsburg am Strecken-Jubiläum Senden-Weißenhorn teilgenommen und über den Ausbau der Illertalbahn informiert.

Einen ganzen Tag haben unsere Projektingenieure Julien Mathies und Christian Beh mit etwa 80 Besucher:innen am Stand gesprochen, Fragen beantwortet und über das Projektvorhaben informiert. Und auch Projektleiter Volker Braun sowie Gesamtprojektleiter Tobias Liebl waren mit vor Ort und haben sich den Anliegen aller Interessierten gewidmet.

Neben dem Bahn-Infomobil waren auch weitere Mobilitätsanbieter aus der Region mit dabei. Unter anderem waren auch die SWU mit ihrem Lastenrad-Angebot, der Regio-S-Bahn-Donau-Iller e.V. und das Landratsamt Neu-Ulm Teil des Mobilitätsmarkts im Außenbereich vor dem Sendener Bahnhof. Ein Foodtruck rundete das Angebot ab. Im Bahnhofsgebäude gab es außerdem eine Filmvorführung der Eisenbahnfreunde sowie ein umfangreiches Angebot mit streckenbezogenen Informationen.

Tobias Liebl zieht sein Fazit zur Veranstaltung: „Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg. Wir konnten viele Fragen beantworten und haben die Gelegenheit genutzt, auch in einem so frühen Projektstadium, in dem wir uns aktuell ja noch befinden, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Ich denke, es ist sehr wichtig, den Dialog mit der Region von Anfang an zu pflegen und freue mich, diesen in der kommenden Zeit stetig weiter auszubauen.“

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Veranstaltungshinweis: Wir feiern 10 Jahre Senden – Weißenhorn

Am Sonntag, den 10. Dezember findet die Feier zum 10-jährigen Jubiläum der Strecke zwischen Senden und Weißenhorn statt. Nach fast einem halben Jahrhundert Pause fahren zwischen den beiden Orten seit der Reaktivierung wieder regelmäßig Personenzüge.

Und da Senden auch ein wichtiger Haltepunkt auf der Strecke der Illertalbahn ist, lassen wir es uns nicht nehmen, feiern mit und freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Mittelpunkt der Veranstaltung ist ein weihnachtlicher Mobilitätsmarkt inklusive Foodtruck in der Stadt Senden. In und um den Bahnhof werden zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr verschiedene Mobilitätsangebote aus der Region vorgestellt – so auch das Bahnprojekt Ausbau Illertalbahn. Gemeinsam mit dem Bahnprojekt Ulm-Augsburg finden Sie uns im DB Infomobil vor dem Bahnhof. Wir freuen uns, mit Ihnen über unsere Projektvorhaben zu sprechen und Ihre Fragen zu beantworten.

Zu folgenden Uhrzeiten werden auch unsere Projektleiter vor Ort sein und Ihnen Rede und Antwort stehen:

Besonderes Highlight für kleine und große Eisenbahn-Fans: Ein historischer Dampfzug wird im Tagesverlauf mehrmals zwischen Senden und Weißenhorn hin- und herpendeln und allen Besuchern so ein außergewöhnliches Erlebnis bieten. Weitere Details hierzu sowie Infos rund um den Ticketvorverkauf gibt es hier. Mehr Infos zu unserem Partnerprojekt Ulm-Augsburg finden Sie hier.

Wir freuen uns, Sie am 2. Adventssonntag in Senden zu sehen!

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Unsere BIM-Managerin: Anna-Maria Princip

Wie lange bist du schon im Projekt und was ist deine Aufgabe?

Ich bin seit 2 Jahren (Juli 2021) im Projektteam „Illertalbahn“. Angefangen habe ich als Projektingenieurin, jetzt bin ich die BIM-Managerin im Projekt, was für mich eine super spannende Aufgabe ist.

Warst du vor deiner Zeit bei der Illertalbahn schon bei der Bahn und wenn ja, wo?

Ja. Ich war zuerst im Team „Augsburg City Hauptbahnhof“ und bin dann zur Illertalbahn gekommen.

Warum liegt dir das Projekt am Herzen?

Die Illertalbahn ist mein erstes Großprojekt, dass ich von Anfang an begleite. Ich freue mich vor allem, dass die Illertalbahn als BIM Projekt realisiert wird. Denn BIM ist die digitale Transformation der Planung, Bauausführung und betrieblichen Nutzung von Projekten.

Woher nimmst du deine Motivation?

Jeden Tag etwas neues Lernen, tolle Kollegen:innen und die Anwendung von BIM sind für mich die perfekt Mischung für einen spannenden Arbeitsplatz, an den ich jeden Tag gerne komme.

Worauf dürfen sich die Kolleg:innen freuen, die mit dir zusammenarbeiten?

Spannende und vielfältige Aufgaben die auf uns zukommen. Man lernt jeden Tag etwas Neues dazu. Und Teamwork wird bei uns groß geschrieben!

Was machst du zum Ausgleich neben dem Beruf?

Reisen, Fotografieren, Boxen

Was machst du während einer Zugfahrt am liebsten?

Musik hören, Serien schauen

Dein Ziel für die nächste Bahnfahrt?

Amsterdam

Eine Bahnabkürzung, die jeder kennen sollte?

Natürlich BIM – Building Information Modelling

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Neuer Bahnübergang zwischen Fellheim und Boos

Nachdem es am Bahnübergang zwischen Fellheim und Boos im Unterallgäu 2022 zu einem Unfall kam, wird dieser derzeit manuell gesichert. Die DB InfraGO AG möchte dies schnell ändern und plant auf Hochtouren. Bis Ende Juni 2024 soll die neue Bahnübergangssicherungsanlage (BÜSA) in Betrieb genommen werden.

Bei dem Bahnübergang handelt es sich um ein separates Projekt – unabhängig vom Ausbau der Illertalbahn, in deren Rahmen weitere Ausbauten stattfinden werden. Vor einem Jahr hatte ein landwirtschaftliches Gerät bei einem Unfall die Anlage irreparabel beschädigt. Deshalb ist nun eine komplett neue Bahnübergangssicherungsanlage zu planen und zu bauen.

In der Regel braucht ein solches Projekt (Umbau Geh- und Radweg inklusive BÜSA ca. 5 Jahre, da hierfür ein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist. Um den Zeitraum für die Erneuerung der BÜSA auf das Mindestmaß zu reduzieren wird der Ausbau des Geh- und Radwegs erst in einen zweitem Ausbauschritt umgesetzt. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 geplant. 

Eine reine Reparatur der Schrankenanlage bzw. ein reiner Austausch der defekten Teile war nicht möglich, da es sich um eine alte Anlage aus den 60er Jahren handelt und es hierfür keine Ersatzteile mehr gibt. Daher ist ein Neubau der Schrankenanlage notwendig.

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Ein echter Bahn-Fan: Projektingenieur Christoph Schieren

Seit diesem Jahr ist er bei uns im Team. Zuständig ist er für Planung und Bau der Oberleitungsanlagen, damit die Illertalbahn in Zukunft mit Strom versorgt wird und ohne Dieselloks fahren kann.

Wie lange bist du schon im Projekt und was ist deine Aufgabe?

Ich bin seit Anfang 2023 bei der Deutschen Bahn als Projektingenieur tätig. Eine meiner Aufgaben ist es, bei der Illertalbahn die Planung und den Bau der Oberleitungsanlagen zu begleiten.

Warst du vor deiner Zeit bei der Illertalbahn schon bei der Bahn?

Nein, die letzten 5 Jahre war ich in einem Ingenieurbüro als Planer und Bauleiter für das Gewerk Elektrotechnik tätig.

Dein Berufswunsch als Kind?

Als Kind hatte ich den Wunsch Sozialarbeiter zu werden. Jetzt bin ich bei der Deutschen Bahn, weil ich hier etwas Gutes für die Zukunft bewirken kann. Ich bin schon immer der Meinung, dass der Schienenverkehr ausgebaut und der Straßenverkehr reduziert werden sollte. Also sehe ich mich hier genau richtig.

Was machst du zum Ausgleich neben dem Beruf?

Meine drei Kinder bieten mir genug Ausgleich. So ist zuhause immer etwas los. Zusammen als Familie sind wir viel in der Natur unterwegs, zum Beispiel beim Wandern oder Radfahren.

Wie war dein Eindruck vom Projekt und Team nach den ersten Tagen?

Die Modernisierung der Illertalbahn ist ein großartiges Projekt. Ich freue mich sehr auf die Fertigstellung, da es unter anderem auch mir selbst, als Allgäuer zugutekommt. Das Kernteam der Illertalbahn hat mich sehr warmherzig und offen aufgenommen. Mir wurde der Start in die neue Aufgabe sehr leicht gemacht.

Was machst du während einer Zugfahrt am liebsten?

Aus dem Fenster schauen.

Dein Ziel für die nächste Bahnfahrt?

Sommerurlaub mit der Familie in Büsum an der Nordsee, dieses Mal mit der Bahn.

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Von Anfang an dabei: Projektleiter Volker Braun

Er ist zuständig für den nördlichen Abschnitt der Strecke: Neu-Ulm bis Illertissen. Heute stellen wir Projektleiter Volker Braun vor.

Wie lange bist du schon im Projekt und was ist deine Position / Aufgabe?

Ich bin schon seit Projektbeginn (Anfang 01/2021) im Projekt und bin Projektleiter für den Abschnitt Los Nord. Dieser Abschnitt geht von Neu-Ulm bis Illertissen.  

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus? 

Als Projektleitung kümmere ich mich um alle projektspezifischen Themen. Hierzu gehören zum Beispiel die Kosten, Termine, Risiken und Qualität sowie die Begleitung der verschiedenen Teams – Baugrunderkundung, Lärm und Erschütterung, Fachplaner etc.  

Warst du vor deiner Zeit bei der Illertalbahn schon bei der Bahn und wenn ja, wo? 

Ich bin seit Berufsbeginn im Bereich der Projektsteuerung-/ Projektleitung von Schieneninfrastrukturmaßnahmen tätig, u.a. als Projektleiter im Projekt Nürnberg / Ingolstadt,  im Projekt Stuttgart 21 sowie in diversen weiteren kleineren und größeren Bahnprojekten im In- und Ausland. Seit 2007 bin ich, in der OE Lindau / Allgäu, als Projektleiter für den Knoten Lindau und seit Januar 2021 für das Projekt Ausbau & Elektrifizierung der Illertalbahn tätig.  

Warum liegt dir das Projekt am Herzen? 

Ich finde Schieneninfrastrukturprojekte schon immer spannend und herausfordernd.  Der Ausbau- und die Elektrifizierung der Illertalbahn ist eine gute und sinnvolle Maßnahme, die die Menschen umweltfreundlich miteinander verbindet. Ein aus meiner Sicht guter und sinnvoller gesellschaftlicher Beitrag. 

Wie möchtest du das Projekt voranbringen? 

Mein Ziel ist es das Projekt voranzubringen und die Erreichung der Projektziele im Kosten- und Terminrahmen sicherzustellen. Hierfür setze ich mich mit aller Kraft ein. 

Beschreibe das Bahnprojekt „Ausbau Illertalbahn“ in 3 Stichpunkten 

  1. Elektrifizierung Großprojekt (Länge ca. 90 km), 
  1. Ca. 15 km 2-gleisiger Ausbau  
  1. Viele Schnittstellen (48 Bahnübergänge, 22 Bestandsbrücken, 7 Verkehrsstationen, 25 km Lärmschutzwände sowie Ausrüstung der Strecke mit moderner DSTW-Technik) 

Was war bisher dein Highlight /größter Erfolg im Projekt? 

Die erfolgreiche Ausschreibung und Vergabe der Planungs- und Gutachterleistungen der Leistungsphase 1+2 im vorgesehenen Terminplan. 

Was machst du an deinem Job am liebsten, welche Aufgaben erledigst du besonders gerne? 

Da gibt es für mich keine Präferenz. Ich kümmere mich gerne um alle anstehenden Themen und Herausforderungen, die das Projekt so mit sich bringt. 

Beschreibe dich selbst in 3 Stichpunkten 

umfangreiches Fachwissen und Erfahrung, zielorientiert, fleißig 

Woher nimmst du deine Motivation? 

Ich gehöre noch zur Boomer-Generation. Arbeit kommt vor Familie. 

Worauf dürfen sich die Kolleg:innen freuen, die mit dir zusammenarbeiten? 

Ich arbeite gerne im Team, bin kollegial und bringe mein Wissen und Erfahrung, falls gewünscht, gerne ein.

Was machst du während einer Zugfahrt am liebsten? 

Die Fahrt genießen um am Ziel entspannt anzukommen. 

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Wir stellen vor: Gesamtprojektleiter Tobias Liebl

Das Projektteam „Ausbau Illertalbahn“ ist mit viel Engagement und Leidenschaft dabei, die Verbindung zwischen Neu-Ulm und Kempten zukunftsfähig zu machen. Aber wer ist eigentlich das Team? Nach und nach möchten wir die Gelegenheit nutzen das Projektteam vorzustellen. Den Auftakt macht heute Gesamtprojektleiter Tobias Liebl. 

Wie lange bist du schon im Projekt und was ist deine Aufgabe?

Ich bin seit dem 1. Juni 2022 als technischer Gesamtprojektleiter im Projekt.

Warst du vor deiner Zeit bei der Illertalbahn schon bei der Bahn?

Ja, ich bin seit knapp sieben Jahre bei der Bahn. Mein Start war als Praktikant bei der Großprojektleitung VDE 8 (Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg und Berlin). Die letzten Jahre habe ich als Projektleiter in Lindau einige Maßnahmen umgesetzt (Elektronisches Stellwerk, Oberleitungen, Oberbau).

Warum liegt dir das Projekt am Herzen?

Ich denke das Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Bahnverkehrs im ländlichen Raum des Allgäus. Die Menschen, die entlang der Strecke wohnen, werden in Zukunft sehr davon profitieren.

Beschreibe das Bahnprojekt „Ausbau Illertalbahn“ in 3 Stichpunkten

Elektrifizierung, Modernisierung, zweigleisiger Ausbau

Beschreibe dich selbst in 3 Stichpunkten

Teamfähig, belastbar, zuverlässig

Was motiviert dich?

Das Projektziel bzw. die zukünftige Inbetriebnahme immer vor Augen zu haben, motiviert mich.

Was machst du zum Ausgleich neben dem Beruf?

Tischtennis spielen und ich unternehme gerne Dinge mit meiner Familie.

Was machst du während einer Zugfahrt am liebsten?

Spielesammlung mit der Familie spielen.

Dein Ziel für die nächste Bahnfahrt?

Hamburg

Eine Bahnabkürzung, die jeder kennen sollte?

Hbf

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Elektrifizierung der Illertalbahn – Woher kommt der Strom?

Der Planungsauftrag zum Ausbau der Illertalbahn sieht vor, die gesamte 85 km lange Strecke zwischen Neu-Ulm und Kempten zu elektrifizieren. Wenn die technischen und infrastrukturellen Maßnahmen getroffen sind, können auf dieser Verbindung moderne und umweltfreundliche Elektroloks fahren. Aber woher kommt der Strom dafür und wie kommt er zum Zug?

Das Netz von Bahnstromleitungen

Die Deutsche Bahn betreibt ein eigenes Netz von Bahnstromleitungen, die durch ganz Deutschland verlaufen. Das sind Hochspannungsleitungen mit einer Spannung von 110 Kilovolt. Damit kann Strom über große Distanzen transportiert werden. Die Züge werden über Oberleitungen mit Strom versorgt. Diese haben allerdings nur eine Spannung von 15 Kilovolt. Das bedeutet: Bevor der Strom zum Zug kommt, muss er umgewandelt werden. Die Umwandlung erfolgt in sogenannten Unterwerken – Umspannwerke speziell für Bahnstrom.

Durch eine Simulation mit dem 16,7 Hz- Netzberechnungsprogramm von DB Energie, wurden mögliche Varianten zur Stromversorgung der Illertalbahn untersucht. Die hieraus resultierende bevorzugte Variant geht von einem Ausbau des bestehenden Unterwerkes in Neu-Ulm und einer Aufrüstung des bestehenden Schaltpostens in Memmingen sowie dem Neubau von Umgehungsleitungen, welche an den Oberleitungsmasten mitgeführt werden, aus. Ein neues Unterwerk ist für die Stromversorgung der Illertalbahn nicht notwendig.

Damit der Strom über die Oberleitungen zu den Zügen geführt werden kann, müssen einige infrastrukturelle Voraussetzungen erfüllt sein. So müssen entlang der Strecke im 2-gleisigen Bereich, beidseitig und im 1-gleisigen Bereich, einseitig, Masten für die Oberleitungen errichtet werden. Diese Masten sind rund 10 bis 20 Meter hoch und werden in einem Abstand von etwa 50 bis 70 Metern aufgestellt. Die genauen Abstände werden je nach baulichen Gegebenheiten entlang der Strecke variieren. So kann in Kurven beispielsweise ein abweichender Abstand erforderlich sein.

Ökostrom-Anteil wächst im DB-Bahnstrom

Elektroloks stoßen bis zu 30 Prozent weniger CO2 aus als Züge mit Dieselantrieb. Damit leistet die Illertalbahn einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Außerdem haben Elektroloks einen weiteren Vorteil: ihre Motoren sind deutlich leiser als die der Dieselloks. Allerdings macht die Elektrifizierung der Strecke allein den Schienenverkehr noch nicht umweltfreundlich: Entscheidend ist auch, woher der Strom kommt, der die Elektroloks antreibt. Allein im Jahr 2018 stieg der Ökostromanteil am Bahnstrom um 13 Prozentpunkte auf 57 Prozent. Bis 2030 sollen es 80 Prozent sein und bis 2038 will die Deutsche Bahn komplett klimaneutral unterwegs sein.

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Baugrunderkundung – Warum Kenntnisse über den Untergrund essenziell sind

Mittels der Baugrunderkundung werden detaillierte Informationen über den Boden, auf dem die Bahnstrecke verläuft, gesammelt. Mit Bohrungen von 10 bis 20 Metern Tiefe und 6 bis 10 cm Durchmesser wird die Bodenbeschaffenheit und Tragfähigkeit des Bodens untersucht und Proben entnommen. So lässt sich schon in frühen Projektphasen erkennen, welche Fundamente später einmal für die geplanten Bauwerke notwendig werden. Einzelne Bodenproben werden in einem Labor untersucht und dann als Grundlage geotechnischer Berichte für die entlang der Strecke geplanten Baumaßnahmen verwendet. Die Planer können so Baumaßnahmen während der Entwurfsplanung für den Ausbau der Illertalbahn ausarbeiten und entscheiden, wie Gleise, Brücken, Schallschutzwände oder Oberleitungsanlagen stabil gebaut werden können.

Für den Ausbau der Illertalbahn finden im Auftrag der Deutschen Bahn seit Oktober 2022 Baugrunderkundungen statt. Hierbei werden entlang der gesamten 85 km langen Strecke rund 840 Bodenaufschlüsse durchgeführt. Sie sind maßgeblich für die weitere Planung des Projekts – in Hinblick auf Projektverlauf, Bauweise und Kosten. Das Bauerkundungsprogramm wird bis Mai abgeschlossen sein.

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Schallschutz an der neuen Illertalbahn

Nach Abschluss der Arbeiten im Illertal sollen mehr Reisende die umweltfreundliche Schiene nutzen, um von Neu-Ulm nach Kempten zu fahren. Akzeptanz für die klimafreundliche Schiene können wir aber nur erreichen, wenn wir den Schienenverkehrslärm weiterhin deutlich reduzieren. Dadurch entlasten wir die Menschen, die direkt in der Nähe der Bahntrassen leben.

Bei jeder neu gebauten Strecke oder bei wesentlichen Änderungen an einer Strecke setzen wir auf einen umfassenden Lärmschutz. In Deutschland wird unterschieden zwischen der Lärmvorsorge (bei Planung) und der Lärmsanierung (im Bestand). Diese Lärmvorsorge ist im Bundes-Immissionsschutzgesetz geregelt. Auch beim Schallschutz an der Illertalbahn setzt die Deutsche Bahn auf die bewährte Zwei-Säulen-Strategie.

Die erste Säule umfasst alle Lärmschutzmaßnahmen vor Ort. Konkret errichten wir zum Beispiel Schallschutzwände an der Strecke und rüsten Wohnungen mit Schallschutzfenstern aus. Zudem wird der Lärm an der Quelle, also am Zug, reduziert. Das bedeutet, dass Dieselloks gegen E-Züge ausgetauscht und Flüsterbremsen eingesetzt werden.

Im Rahmen des Ausbaus der Illertalbahn ist mit wesentlichen Anpassungen an der Strecke zu rechnen. Künftige Lärmgutachten und Berechnungen geben Auskunft über zu erwartende, rechtlich bindende Maßnahmen zum Schutz von Anwohnern entlang der Strecke. Erste Ermittlungen zeigen bereits, dass zwischen Memmingen und Neu-Ulm, auf einer Länge von insgesamt ca. 25 km, neue Lärmschutzwände gebaut werden müssen.